Climate Strike und die Mobilisierung der Jugend

Greta Thunberg demonstriert in Stockholm.

Greta Thunberg demonstriert. Seit dem 20. August 2018 steht sie jeden Freitag vor dem schwedischen Parlamentsgebäude und streikt. Die 15-Jährige setzt sich für eine verantwortungsbewussteren Umgang mit der Umwelt und einen radikalen Wechsel in der Klimapolitik ein. Entgegen der Kritik ihrer Eltern und Lehrpersonen, zog sie es durch. Zuerst alleine, bald jedoch übernahmen Schülerinnen und Schüler in ganz Schweden. Ihr Protest griff bald auch auf andere Länder über. Unter anderem in Frankreich, Belgien und Finnland, setzte die Schülerschaft sich in Bewegung und unterstützt den Protest. Spätestens seit ihrer Rede bei dem Weltklimagipfel in Katowice ist sie global bekannt.

Auch in der Schweiz begannen am 14. Dezember in Zürich mit ca. 300 jungen Menschen die Proteste. Eine Woche später, am 21. Dezember, mobilisierte die Bewegung über 2000 Jugendliche in der ganzen Schweiz. Es sind nun erneut Streiks für den 18. Januar angekündigt.

Ideologischer Missbrauch?

Trotz viel positiver Rückmeldung, erhalten die Proteste auch viel Kritik. Einige gehen sogar so weit, die Schülerinnen und Schüler als ideologisch missbraucht von ihren Lehrpersonen zu bezeichnen. User b.glaset kommentierte unter einem SRF-Artikel etwa:


Hemmungslos werden hier Schüler missbraucht und eingesetzt. Hoffentlich werden alle Eltern gebüsst für den Streik bzw. das Schwänzen der Schule!

User b.glaset unter einem SRF-Artikel zum Klimastreik.

Es ist erstaunlich, wie selbstgefällig manche den Protest kleinreden wollen. Von den Jugendlichen wird immer mehr Konsumverzicht gefordert, aber die vermeintlich Erwachsenen rühren selbst kaum einen Finger, im Gegenteil, sie gehen auf Kreuzfahrten, fliegen um die Welt und fahren mit dem Auto zur Arbeit. Dabei veröffentlichte selbst die Weltbank, die nun wirklich nicht als besonders klimabewusst gilt, im vergangenen März einen besorgniserregenden Bericht, in dem gewarnt wurde, dass der Klimawandel bis 2050 100 Millionen Menschen zur Flucht zwingen könnte.

Das Engagement der Jugend

Diese vielzähligen Proteste zeigen eindeutig in eine Richtung. Die Jugend ist durchaus, wenn sie denn will, bereit, sich für wichtige gesellschaftliche Themen einzusetzen. Es ist zu wünschen, dass sich diese Art des Aktivismus auch auf die anderen Bereiche der Politik überträgt. Denn wie mit dem Klima ist es die Jugend, die die Entscheidungen von heute zu spüren bekommen wird.

4 Comments

  1. Paula

    Toll, dass du darüber berichtest!☺️👏🏻🌱

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  2. Paula

    Toll, dass du darüber berichtest!☺️👏🏻🌱

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    1. Muss ja irgendwie. Ist schliesslich wichtig.

      Liked by 1 person

  3. […] wird diese Kursänderung auch durch die vielen Schülerinnenproteste in zahlreichen Schweizer Städten. Gerade in diesem Thema haben vor allem die grünen Parteien die […]

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